Wie wird man Oblate?

Fenster in der Filialkapelle Mariš Heimsuchung in NeuhofFenster in der Filialkapelle Mariš Heimsuchung in Neuhof „Grundsätzlich besteht dieses Angebot für alle Christen, für Männer und Frauen, Verheiratete und Unverheiratete, Priester und Diakone. Kirchenrechtlich ist eine Aufnahme von Christen nicht möglich, die bereits einem Dritten Orden oder ähnlichen Vereinigungen angehören.

Die Hinführung zur Oblation erfolgt in verschiedenen Stufen: Wer Oblate werden möchte, hat die Möglichkeit, mit der von der Priorin beauftragen Oblatenrektorin Kontakt aufzunehmen. Nach einer Zeit des Kennenlernens und der Klärung, kann mit Zustimmung der Priorin mit einem Aufnahmeritus eine Probezeit von etwa einem Jahr beginnen. In der Vorbereitung auf die Oblation wird die Kandidatin mit der Regel und den Grundzügen benediktinischer Spiritualität vertraut gemacht.

Stimmt die Priorin nach Rücksprache mit der Oblatenrektorin nach Ablauf des Probejahres der Bitte des Kandidaten/in zu, kann die Oblation stattfinden. In einem dafür vorgesehenen Ritus bringt sich der Oblate/in Gott dar und verspricht, als Christ in der Welt "unter der Führung des Evangeliums" und im Geist der Benediktregel zu leben.

Oblation ist eine persönliche Lebensentscheidung und bedeutet nicht nur die Aufnahme in einen Freundeskreis des jeweiligen Klosters. Die Verbundenheit mit dem Kloster und dessen Gottesdienst bilden die Grundlage und Kraftquelle für das Leben der Oblaten in Familie, Beruf und Pfarrgemeinde.“

(nach Maurus Kraß OSB)

Was hat mich bewogen, Oblate zu werden?

Vier Zeugnisse Marienroder Oblaten:

  • Ich möchte "Gott in allen Dingen suchen". Hier in Marienrode habe ich erfahren, dass die Schwestern durch alles hindurch Gott suchen und dem wollte ich mich anschließen.
  • Meine Oblation ist meine Antwort an Gott auf ein Berufungserlebnis; sie ist die Antwort meiner Hingabe an Gott. In der von Gott empfangenen Liebe möchte ich mein Leben gestalten und das mit Hilfe der Gemeinschaft der Schwestern.
  • Marienrode ist für mich ein zweites Zuhause. Ich hörte von Oblaten und wurde angezogen zum Oblatentum durch die Begegnung mit anderen Oblaten. In der Gebetsgemeinschaft mit den Schwestern und den anderen Oblaten wollte ich mich beheimaten und wurde dann durch eine schwere Krankheit bewegt, den Schritt der Oblation, der Lebensübergabe an Gott, zu tun.
  • Eine große Sympathie für die Tradition und die Hoffnung gemeinsam durch Gebet um den Glauben zu ringen, bewogen mich Oblate zu werden.