Benediktinerin werden

Profess

Die Novizin kann nach diesen zwei Jahren mit der Zustimmung der Gemeinschaft zu den zeitlichen Gelübden zugelassen werden, die auf drei Jahre abgelegt werden.

Übergabe der RegelÜbergabe der Regel Sie gelobt gemäß der Regel des hl. Benedikt „Beständigkeit, klösterliches Leben und Gehorsam“. (RB 58,17)

In den drei folgenden Jahren soll sichtbar werden, ob die zeitliche Professe beständig bleibt in der Ausrichtung auf Gott und in dem Willen, ihr Leben im Geist des hl. Benedikt zu gestalten.
Die Gelübde sollen den weiteren Weg der Professe vertiefen und prägen. Es soll sich zeigen, ob ihr geistliches Leben und ihr Alltag mehr und mehr zu einer Einheit werden.

Bis zur feierlichen Profess bleibt der Weg eine Zeit der Prüfung und Klärung.

„Hat (sie) es sich reiflich überlegt und verspricht (sie) alles zu beachten und sich an alles zu halten, was (ihr) aufgetragen wird, dann soll (sie) in die Gemeinschaft aufgenommen werden“. (RB 58,14).

Mit der Zustimmung des Konvents wird die zeitliche Professe von der Priorin zur feierlichen Profess zugelassen.

Die VollendungDie Vollendung Die Probezeit endet mit der feierlichen Profess, dem Ablegen der Gelübde auf Lebenszeit, und einer Weihe durch die Kirche. Die zeitliche Professe bindet sich endgültig an Gott.

„Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort und ich werde leben; lass mich in meiner Hoffnung nicht scheitern“. (RB 58,21; Pss 116; 118)

Dieser Professgesang bleibt eine lebenslange Bitte. Er erhält die Zusage Gottes:

„…meine Ohren hören auf eure Gebete; und noch bevor ihr zu mir ruft, sage ich euch: 'Seht, ich bin da.'
Liebe Brüder, was kann beglückender für uns sein als dieses Wort des Herrn, der uns einlädt?“ ( RB Prolog 18,19 )

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Die Bilder von Claudio Pastro sind mit freundlicher Genehmigung des Autors Emmanuel Jungclaussen dem Buch „Benedictus - Eine Bild-Biographie“ (Verlag Pustet) entnommen.

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