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Gedanken über Gottesdienste in Corona-Zeiten

Seit Mitte Mai ist es wieder in vielen Kirchen - so auch in St Michael/ Marienrode- möglich, an der Eucharistiefeier teilzunehmen, wenn auch mit vorheriger Anmeldung, die sicherstellen soll, dass die Zahl der Gottesdienstbesucher insofern begrenzt sein sollte, als es die notwendigen Abstandsregeln in Zeiten von Corona erfordern........

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Christus ist wahrhaft auferstanden!

ER überwindet alle Mauern und Schranken. ER dringt ein in unsere Verschlossenheit, um uns in die Freiheit und in ein neues Leben zu führen. ER geht uns voraus nach Galiläa. Halleluja!
Wo immer Sie gerade sind: Wir wünschen Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest!

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Fürwahr - er trug unsere Krankheit

Gott ist hinabgestiegen in unsere Krise. Er scheut sich nicht vor der Ansteckung des Bösen. Und er trägt es nicht weiter, sondern durchleidet es bis auf den Grund. Von dort her wird er uns neues Leben erstehen lassen.

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Geh aus mein Herz und suche Freud....

Wer in der Sommerzeit von der Klosterkirche aus einen Blick in den Innenhof wirft, sieht ein kleines Paradies.

Leuchtend violett strahlt der Lavendel, der die Rasenflächen umrahmt. Die Pflanzen sind im letzten Jahr sehr gewachsen und recht kräftig geworden.
Der mit dem Lavendel gesäumte Weg lenkt die Augen des Betrachters wie von selbst in die Mitte des Hofes: zur Marienstele. Seit gut zwei Jahren befindet sich unter ihr ein Brunnen. Aus vier Hähnen sprudelt das Wasser in die Brunnenschale.

Um den Brunnen herum sind Stühle aufgestellt. Wenn die Temperaturen entsprechend sind, versammeln wir Schwestern uns dort in den Sommermonaten am frühen Morgen und beten die Laudes. Mit unseren Stimmen loben wir Gott. An diesem Ort und in der freien Natur ist es ein besonderes Erlebnis. In unseren Gesang mischen sich die Stimmen der Natur, die der Vögel, und wie ein Ostinato erklingt darunter als Teppich das Plätschern des Wassers.

All meine Quellen entspringen in dir“ singen wir in Psalm 87. Versammelt in der Mitte des Innenhofes suchen wir die Verbindung zu IHM, der unsere Mitte ist. Freude über Gottes Gaben breitet sich aus. Im Freien und in
direktem Kontakt zur Natur ist es ein ganzheitliches Erleben. Das Rauschen des fließenden Wassers und das Vogelgezwitscher dringen ans Ohr, die Farbenpracht der Blumen vor unseren Augen und in die Nase zieht sanft der Duft des Lavendels, der uns umgibt.
Das Bild von einem anderen Brunnen nimmt Gestalt an: Jesus im Gespräch mit der Samariterin über das lebendige Wasser, das er geben kann. Auch die Tempelquelle kommt in den Sinn, aus der das lebendige Wasser strömt, das alles fruchtbar macht und heilt. So verbunden mit Gottes Schöpfung kann und mag ich nicht ruhen, stimme ein in den Lobgesang der Natur und „… lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.“

(GL 865, Paul Gerhardt, Geh aus, mein Herz und suche Freud)

Sr. Christiane Roth OSB


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