Die Nebenchöre

Seitenflügel

Die beiden gerade schließenden Nebenchöre fassten je zwei übereinander angeordnete Kapellen, deren obere durch schmale Steintreppen erreicht wurden. Bei den Rundbogenfriesen an den Brüstungen handelt es sich sehr wahrscheinlich um wieder verwendete Steine aus der alten Augustinerkirche und damit um die ältesten Teile der Kirche.

Im Norden wurde die Zwischendecke der beiden Kapellen entfernt, um Raum für eine Verbindung zwischen der Kirche und dem neuen Konventgebäude zu schaffen.

Benediktsfigur

Dort kann man auf der Brüstung eine kleine Statue unseren Ordensvaters, des "hl. Benedikt" entdecken. Seine besonderen Kennzeichen: das große horchende Ohr und der Abtsstab.

Im südlichen Seitenschiff findet man in der unteren Kapelle ein kleines Marienaltärchen mit dem Wappen des Abtes Johannes Nigelgen (1663-1695).

In einer Wandnische wurden die Gebeine des sel. Alrad von Eldingen beigesetzt, die die Zisterzienser bereits aus Isenhagen in ihr neues Kloster mitgenommen hatten. Eine Inschrift auf der Grabplatte teilt dem Betrachter mit, was die Mönche an ihrem Mitbruder so bemerkenswert fanden: Alradi sunt fossa haec venerabilia ossa qui monachus factus monachi vigilavit ad actus. (Hier sind die verehrungwürdigen Gebeine Alrads begraben. Als er Mönch geworden war, war er darauf bedacht, wie ein Mönch zu handeln.)

Weitere Nischen an der Südseite des Langhauses deuten eine Reihe von Kapellen an, in denen die Priestermönche ihre Messen zelebrierten.
In einer dieser Nischen finden sich die Grabplatten von zwei Äbten, die in der Kirche beigesetzt wurden. Darüber sind zwei geschnitzte Figuren der hll. Cosmas und Damian angebracht, der Schutzpatrone der Torkapelle.
In einer weiteren Nische hat ein Kreuz mit Lilienendungen Platz gefunden, das an seinem ursprünglichen Ort am südlichen Ende des Kirchdaches wegen Verwitterung ersetzt werden musste.

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