Aktuelles

Bibliolog im Kloster Marienrode

Am 22. Januar 2022 von 15.30 Uhr bis 16.45 Uhr findet wieder ein Bibliolog im Kloster Marienrode statt:
Der eine Leib und die vielen Glieder (1 Kor 1, 12-30)
Wegen der momentanen Corona-Situation findet der Bibliolog online statt.

Anmeldungen bitte an: roth.osb@kloster-marienrode.de

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Marienrode - ein Reset in meinem Leben

Antependium

Eine Freundin machte mich aufmerksam auf das Kloster. Sie hatte mir vorgeschwärmt, wie schön es dort sei. Nach einem 4-tägigen gemeinsamen Aufenthalt in Marienrode kurz vor Weihnachten zum Kennenlernen, entschloss ich mich dann, mich im Frühjahr zu einem 10-tägigen Fasten- und Schweigekurs anzumelden. Irgendwie habe ich schon im Voraus gespürt, dass diese 10 Tage etwas Besonderes in mir auslösen würden, war dabei aber auch nicht ganz ohne Angst.
Und tatsächlich, diese 10 Tage sollten mein Leben verändern... Ich habe in dieser Zeit ein "Rauf und Runter" der Gefühle erlebt, teilweise am Rande des Ertragbaren, wurde aber immer liebevoll aufgefangen und getragen durch Gespräche mit den Kursleiterinnen und auch durch die Gruppe selbst.
Ich hatte schon einmal gefastet, aber das war diesmal im Kloster ganz anders, besonders in Verbindung mit dem Schweigen. Dieser Ort hat für mich etwas Magisches...in meinem kleinen Zimmer, den Meditationsräumen, der Kirche und dem Innenhof fühlte ich mich geborgen und geschützt, und rund um das Kloster war die weite Natur, wenn ich es nicht mehr aushielt und Freiraum brauchte. Ich suchte nach Antworten auf meine Lebensfragen im Gebet und in der Stille.
Diese Zeit hat mich tief berührt und öffnete mir wieder die Augen für das Wesentliche im Leben... Wie wunderbar! Die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und verzichten lernen, bei sich bleiben und seine geistige Heimat erkennen, ruhig, ausgeglichen und demütig werden und sich dann gestärkt den Herausforderungen stellen...
Danach war alles anders! Ich warf einen Großteil meiner Ersatzbefriedigungen über Bord, hörte auf zu rauchen, stellte meine Ernährung um, meldete mich im Sportverein an und begriff, dass ich nicht die Verantwortung für die ganze Welt auf meinen Schultern tragen muss, und das Endproblem bei Gott lassen kann!
Mit großem Dank, S.W.


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